Donnerstag, 12. November 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... Informationsmüll!

Es gibt momentan ganz schön viele Problemthemen auf der Welt. Im Kleinen angefangen mit PEGIDA über den Terrorismus hin zum Klimawandel. Ganz schön viel Krise also.

Aber wie damit umgehen? Und vor allem: Wie vermittelt man den Menschen, wie sie richtig damit umgehen sollen? Denn damit hapert es an mancher Stelle ganz schön.

Man kann das Thema zum Beispiel runterspielen, um die Leute zu beruhigen. Nur wie hilfreich ist das wirklich - siehe Klimawandel. Den nehmen etliche Bürger gar nicht ernst.
Oder man ignoriert das Thema gänzlich. Auch das können Medien ganz gut. Es wird über Akutes berichtet, aber langsame, ebenfalls furchtbare Sachen finden keinen Platz in den Nachrichten (siehe noch einmal Klimawandel).

Was ich aber ganz besonders schlimm finde, ist die Zuschüttung mit Informationen. Schlechtes Gewissen machen um jeden Preis.

So erging es mir nämlich im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund. In diesem Jahr hatten sie da die Themenausstellung "Müll in den Ozeanen". Als eine Ausstellung von vielen. Das Museum hat sage und schreibe drei Etagen, mit Aquarien und sogar Pinguine auf dem Dach. So viel zum Rahmen.

Michael Loeper  / pixelio.de

Jedenfalls ging ich durch die Ausstellung durch, informierte mich zum Thema Müll. Interessant, aber deprimierend. Mich plagte mein Gewissen und ich nahm mir fest vor, alles zu ändern. Wie ich eben so bin. Aber spätestens auf der zweiten Etage fragte ich mich, wann die Ausstellung endlich zu Ende war und eine andere anfing. Denn der Müll wollte nicht enden. Und dann fiel mir auch auf, warum: Egal, welche Themengebiete aufgebaut waren (Seefischerei, Fische in der Ostsee etc...) - überall fand sich Müll. Müll ohne Ende. Und immer mit einem sehr auffälligen Warnschild, wie gefährlich Müll im Meer doch ist. Man wurde praktisch im Müll begraben. Als ich in der dritten Etage ankam, hätte ich vor schlechtem Gewissen beinahe gekotzt - und war tierisch genervt. Das hat mir echt den Museumsbesuch verdorben.

Klar, Eindringlichkeit ist wichtig. Die Leute sollen sich mies fühlen und Plastik zu hassen anfangen. Aber was erreicht man, wenn man so lange nervt, dass es den Besuchern beim Wort Müll hochkommt? Doch nur, dass sie schlecht gelaunt die Ausstellung verlassen und das Thema komplett abhaken. Nicht sehr clever.

Informationsmüll bringt es also einfach nicht. Und das sollte mal kritisiert werden.

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