Donnerstag, 28. Januar 2016

Serienspecial! Teil 2: Sitcoms

Ursprünglich waren Sitcoms die Serien, bei denen man müde schmunzeln musste. So was wie "The Bill Cosby Show" oder "Eine schrecklich nette Familie". Oder, noch besser (also wirklich besser, denn die Serie mochte ich richtig gerne) "Alf". Eben Serien, die im Nachmittagsprogramm liefen und die zwar irgendwie sympathisch waren, aber einen eben nicht umgehauen haben.
Inzwischen hat sich das Genre ganz schön weiter entwickelt und es gibt nicht nur die Mainstream-Sachen ("How I Met Your Mother"), sondern echte Perlen, bei denen man wirklich herzhaft lachen muss - und nach denen man richtig süchtig wird!

Ich hab euch (ausnahmsweise) 7 zusammengestellt, denn ich wollte echt auf keine verzichten.

1. Modern Family

Kennt ihr das, wenn ihr eine Serie schaut und euch schon innerhalb der ersten zehn Minuten fremdschämen müsst? Und genau aus dem Grund wieder einschaltet? Ich kannte es vor Modern Family nicht. Aber auch wenn es ab Staffel 4 schlechter wird, muss man diese seltsame Patchworkfamilie einfach lieben!
Worum geht's? Die Familie Pratchett ist mehr als Patchwork. Über sie wird eine Mockumentary (also eine gefakte Dokumentation) gedreht. Vater Jay ist mit der jungen Gloria verheiratet, die wiederum einen Sohn, Manny, mit in die Ehe gebracht hat. Jays Tochter Claire und deren Mann Phil haben selbst drei Kinder, alle in der Pubertät, während Jays schwuler Sohn Mitchell mit seinem Partner Cameron ein Kind adoptiert. Klingt chaotisch? Ist es auch.
Sehenswert, weil... alle Charaktere verschroben, aber furchtbar liebenswert sind. Außerdem ist es schön, die Entwicklung der Familien mitzuerleben und zu guter letzt gibt es immer so herrlich viel Chaos (und Fremdschämen), dass man noch mehr mit den Familien fühlt.

https://www.youtube.com/watch?v=nOVOVohZtTo

2. The Big Bang Theory

Jaja, jetzt werdet ihr denken: Die kenn ich doch, ist ja fast ein Klassiker. Stimmt. Aber The Big Bang Theory wird einfach nicht schlecht. Inzwischen läuft in den USA die 9. Staffel und trotz kleiner Hänger und einer generellen Veränderung der Serien bleibt die Qualität grandios. Außerdem ist die Serie nach wie vor frisch, denn es gibt keine andere die das Thema "Nerds im Alltag" aufgreift. Wer die vier Jungs und (inzwischen) drei Mädchen noch nicht kennt: Unbedingt reinschauen!
Worum geht's? Die vier Nerds Leonard, Sheldon, Howard und Raj arbeiten an der MIT und führen ein klassisches Nerd-Leben. Das wird ganz schön aufgelockert, als die Kellnerin Penny mit an Bord kommt.
Sehenswert, weil... nicht nur die Klischees aufgegriffen werden, sondern eine enorme Themenspanne abgedeckt wird und diese "Welten prallen aufeinander"-Momente wirklich lustig sind.

https://www.youtube.com/watch?v=WBb3fojgW0Q

3. New Girl

Ich glaube, viele von uns Mädels fühlen sich in New Girl völlig verstanden. Und wünschen sich sehnlichst eine solche WG herbei. So geht es auch mir. Die chaotische Jess ist zwar völlig von der Rolle, aber trotzdem auf ihre Art fantastisch. Wenn das mal nicht eine schöne Botschaft ist...
Worum geht's? Als sich Jess von ihrem Freund trennt, braucht sie einen neuen Wohnort. Und bewirbt sich in der WG von Nick, Coach und Schmidt. Die vier ziehen auch zusammen, was allerdings durch die völlig verschiedenen Charaktere ein einziges Chaos ergibt.
Sehenswert, weil... diese freundschaftlichen, rührenden Momente zwischen den vieren ins Herz gehen und man sich mit einem der Jungs/Mädels auf jeden Fall identifizieren kann. Außerdem schafft es keine andere Serie, mit so skurrilen Ideen aufzuwarten. Hoffentlich bleibt das auch so, wenn Megan Fox (vorübergehend) die Protagonistenrolle übernimmt.

https://www.youtube.com/watch?v=h8Hfph2wXIY

4. Psych

Eigentlich mag ich Krimiserien nicht so. Die meisten ähnlich sich sehr und es ist auch einfach furchtbar unspannend, wenn die Story nicht zusammenhängt, sondern jede Folge getrennt geschaut werden kann. Aber Psych ist da anders. Liebenswert, lustig, außergewöhnlich.
Worum geht's? Shawn und Gus gründen ein Detektivbüro, weil Shawn in seiner Kindheit von seinem Vater gelernt hat, Dinge sehr genau wahrzunehmen. Deshalb gibt er vor, Hellseher zu sein und will damit Kriminalfälle lösen - was erstaunlich gut funktioniert.
Sehenswert, weil... die Freundschaft zwischen Gus und Shawn wunderbar funktioniert, schon alleine wegen der unnötigen Diskussion, die sie immer wieder anstiften. Und obwohl die Folgen nicht immer zusammenhängen, gibt es einen roten Faden, bis zur letzten Staffel. Die sogar schön endet.

https://www.youtube.com/watch?v=krWONONSN78

5. The Middle

Wer Malcolm in the Middle und Scrubs kennt, wird sich auch hier völlig wohl fühlen. Denn nicht nur dass "der Hausmeister" Neil Flynn den Familienvater spielt, es kommt einem auch ansonsten viel aus Malcom in the Middle bekannt vor. Trotzdem ist diese Serie meiner Meinung nach besser, weil sie die Balance zwischen absurd und normal schafft.
Worum geht's? Frankie und Mike, hart arbeitende Mittelschichter, haben drei Kinder: Den faulen Axl, die quirlig-unfähige Sue und den verhaltensauffälligen Brick. Und weil sie mit denen nicht genug Arbeit haben, müssen sie sehen, dass sie weiterhin über die Runden kommen.
Sehenswert, weil... auf der einen Seite sehr ungewöhnlich und seltsam, auf der anderen Seite unser Alltag. Irgendwie kann man jeden von ihnen verstehen. Außerdem, Kompliment an die Autoren, sind alle fünf Charakter nicht irgendeinem Typ nachempfunden, sondern so originell wie sie nur sein können. Chapeau!

https://www.youtube.com/watch?v=_j2po1y6tvE

6. Parks and Recreations

Ganz ehrlich - auch wenn ich Serien generell liebe - es gibt keine Serie, die mir so ans Herz gewachsen ist wie P&R. Noch nie habe ich so fantastische Charaktere gesehen, über Serien Tränen gelacht und vor Rührung geweint. Denn das schafft einfach nur P&R. Könnte ich ihr einen "Serienliebling"-Preis verleihen, Parks and Recreations hätte ihn. Und zwar nur Parks and Recreations! Die man auch immer wieder gucken kann. Mein Gott, wie sehr ich auf Staffel 6 warte...
Worum geht's? Die Mockumentary spielt im Grünflächenamt von Pawnee, einer Kleinstadt. Ursprung der Story ist, dass ein Bauloch mitten in der Stadt ist, aus dem die Protagonistin und fleißigste Mitarbeiterin des Grünflächenamts, Leslie Knope, einen Park machen will. Nur ist das mit Problemen verbunden...
Sehenswert, weil... ein einzigartiger Humor, wundervolle Figuren, ein ungewöhnliches Setting und so viel Erzählpotential! Wirklich, glaubt mir, wagt euch nach Pawnee, auch wenn es erst einmal langweilig klingt. Ich hab auch 1 Staffel lang gebracht, aber spätestens bei Staffel 2 wird euer Herz schmelzen!

https://www.youtube.com/watch?v=cNlL9FWs_KA

Old School, aber cool:

7. The Fresh Prince of Bel Air

Wo wir es vorhin schon von alten Serien hatten: Will Smith in seiner ersten Paraderolle ist mit Abstand die Beste. Nicht nur, weil man sich Will so auch im realen Leben vorstellt (wobei die Serie ja seinem Leben nachempfunden wurde), sondern auch weil die Serie auch heute nicht abgefahren anders wirkt, sondern noch immer Belangen hat.
Worum geht's? Will wird von seiner Mutter nach Los Angeles zu seinem Onkel und seiner Tante geschickt, um wieder in die richtige Spur zu kommen. Dabei passt er aber gar nicht in die hochvornehme Familie hinein und mischt sie ganz schön auf.
Sehenswert, weil... Kult. Reicht doch, oder? Und man kann so schön beim Titelsong mitsingen ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=1nCqRmx3Dnw

Abschalten!

It's always sunny in Philadelphia!

Es gibt zu viele Sitcoms, bei denen man keine fünf Folgen durchhält. Bei IASIP ging es mir so. Arrogante Charaktere, seltsames Setting, nicht mein Humor. Leider durchgefallen.

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