Montag, 21. März 2016

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... Creative Pain!

Oh, Gwen Stefani und Gavin Rossdale von Bush haben sich getrennt. Nach 13 Jahren Beziehung und drei Kindern. Puh. Aber egal, bei Promipaaren ist das normal.

So oder so ähnliche Gedanken gehen mir durch den Kopf, wenn Promis Schluss machen. Ist ja eigentlich total lapidar und belanglos. So was passiert eben im Showbiz, normale Beziehungen gibt es einfach nicht.
Bis mir auffiel, dass kurz danach neue Musik des Musikers raus kam. Eine neue Single, ein neues Album, meistens sogar etwas ziemlich Gutes.

Und dann, erst letztens auf einem Bosse-Konzert fiel der Groschen, als Aki Bosse sagte: "Ich muss ja ehrlich zu euch sein, es ist verdammt schwer geworden, gute, neue Songs zu schreiben. Ich habe keinen Liebeskummer mehr, also kann ich auch nicht darüber schreiben." Denn: Glücklich sein und kreativ sein vertragen sich nicht gut. Entweder du bist erfolgreicher Künstler oder du bist verheirateter Familienmensch. Nur die wenigsten finden den Grad dazwischen, das über das Glück singen, ohne dass die Leute weghören. Mal ganz von diesem Thema abgesehen: Bosse kann das.

Aber weiter im Text: Klar, dass sich die Musiker trennen! So haben sie wieder mit all den Dingen zu tun, die uns plagen. Liebeskummer, Partnersuche, allein sein. So sind sie wieder kreativ - und demnächst erfolgreich. Man sehe sich alleine mal die Musiker an, bei denen das genauso funktioniert hat: Chris Martin und Gwyneth Paltrow. Kaum war die Trennung durch, kommt Coldplay zurück. Ähnlich bei Matt Belamy und Kate Hudson. Muse bringt ein neues Album. Oder, noch besser, P!nk. Sie trennt sich, macht ein Trennungsalbum. Sie kommt wieder mit ihrem Ex Carey Hart zusammen und macht ein Versöhnungsalbum. Kreativer Input - und Leid - hoch drei.

Petra Bork  / pixelio.de


Um den Bogen zu schlagen: Das ist ja nicht nur so bei Promis. Auch ich tu mich das ein oder andere Mal echt schwer mit kreativen Schreibselideen. Nicht, weil ich mir nicht genügend traurige Szenarien ausdenken kann. Ich fühl es nur eben nicht. Mir geht es gut, mein Liebesleben ist im Reinen und auch sonst ist gerade alles okay. Nur wenn man in das, was man fabriziert, nicht hinein fühlen kann, wird es eben nicht gut. Umgekehrt: Schreibt man über seichte Feel-Good-Beziehungen, interessiert es keinen. Der Mensch will Drama. So ist es eben.

Der Unterschied zwischen einer Gwen Stefani und mir ist allerdings: Ich trenne mich nicht, weil ich kreativen Input brauche. Dafür bin ich weder erfolgreich noch blöd genug. Aber ich überlege regelmäßig, mal wieder über tolle Beziehungen zu schreiben. Vielleicht wird es ja doch mal was ;-)

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