Freitag, 18. März 2016

Was ich mir schon immer mal sagen wollte - Studienzeit!

Es gibt sie, wenn auch nur selten: Diese Momente, in denen man am liebsten einmal mit seinem jüngeren Ich sprechen möchte. Um es zu loben, um ihm den Kopf zu waschen, ihm Angst zu nehmen und manchmal auch Angst zu schüren, wenn es zu unvorsichtig war. Schließlich lernen wir im Leben immer mehr zu - obwohl wir das Wissen vielleicht schon vorher gebraucht hätten.
Diese Momente nehme ich mir in diesen Einträgen zum Anlass, um allen, die mal in diese Situation kommen, ein paar Tipps auf den Weg zu geben. Denn man lernt im Leben meistens erst im Nachhinein.

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Die Studienzeit. Ein auf und ab, aber irgendwie trotzdem grandios. Hätte ich nur das ein oder andere Mal die Abs vermeiden können... Hier findet ihr all das, was ich im Studium gelernt habe. Oder vielleicht hätte lernen sollen.


Lupo  / pixelio.de 


1. Mach einen Rundgang!
Nichts ist überfordernder und emotionaler als der erste Tag an der Uni. Man fühlt sich alleine und orientierungslos (siehe Punkt 2). Deshalb ist es echt hilfreich, ein paar Tage vorher über das Gelände zu laufen und sich zu orientieren: Wo ist was, wo muss ich hin, wo gibt es was zu essen? Dann ist der ohnehin anstrengende, tatsächlich erste Tag an der Uni nur noch halb so wild.

2. Hab keine Angst!
Die ersten Tage an der Uni wirken beängstigend. So viele Menschen, man kennt keinen, das Gelände ist riesig und irgendwie fühlt man sich sehr klein. Aber obwohl das für Unwohlsein sorgt: Alles halb so wild. Das Gelände kennt man innerhalb weniger Wochen und - viel wichtiger - den Anfängern geht es allen ähnlich wie dir! -Die haben alle Angst vor Ablehnung. So hat man auch direkt ein Gesprächsthema. Und knüpft schnell Freundschaften.

3. Seminartürme? Nein, danke!
Im ersten Moment klingt das ziemlich clever: Ich leg mir einfach alle Seminare auf einen Tag und hab dann den Rest der Woche frei. Schön und gut, aber dieser eine Tag wird der Horror werden! Ich hab das im ersten Semester gemacht und dann von 12 bis 20 Uhr durchgehend Uni. Das war der schlimmste Tag in der Woche! Klar, als Pendler ist das vielleicht wirklich noch irgendwie sinnvoll, aber auch da schwierig. Und wenn man auch noch in seiner Unistadt wohnt, ist es auch weniger problematisch, drei Mal die Woche zur Uni zu gehen.

4. Nimm mit, was geht!
Die Unizeit ist einmalig. Man kann oft ausschlafen, hat nur wenige Stunden Uni am Tag, kann Vorlesungen auch einfach mal sausen lassen und so richtig schön leben! Deshalb sollte man auch einfach das machen, worauf man Lust hat, ohne schlechtes Gewissen! Vor allem Partys unter der Woche lohnen sich richtig, weil man am nächsten Tag keine Verpflichtungen hat und vor sich hin dümpeln kann. Außerdem sind die Getränke bei den studentischen Partys unschlagbar günstig und der Eintritt ist auch oft frei. Das sollte man wirklich mitnehmen!

5. Sei vernünftig unvernünftig!
Nun aber der Haken: Wenn ihr doch am nächsten Tag um 8 auf der Matte stehen müsst, weil ein Seminar oder der Studentenjob winkt, dann ist feiern bis in die Puppen keine gute Idee. Unsere Semestereröffnungsfete (symbolisch immer SÖF genannt) war immer donnerstags, nur hatte ich erst einmal das Glück, Freitagmorgen frei zu haben. Ich bin aber trotzdem mit, der Tradition und der Freunde wegen. Aber meine Güte, das hab ich fast jedes Mal bereut. Die Seminare waren der Horror und man hatte, weil es das erste Seminar des Semesters war, auch eine gewisse Verpflichtung hinzugehen. Hier besser vernünftig sein und brav um 12 im Bett liegen.

6. Kein Stress! 
Es ist jedes Semester das gleiche: Die Veranstaltungen sind um und man hat frei. Wären da nicht die Prüfungen, seien es Klausuren oder Hausarbeiten. Die verdrängt man gerne. Und am Ende legt man Nachtschichten ein. Uncool. Besser ist, sich generell keinen Stress zu machen, aber auch nicht zu kneifen. Gerade bei drei Hausarbeiten oder mehr lohnt es sich, bei Zeiten anzufangen und dann Schritt für Schritt, ganz ohne Hektik, fertig zu werden. Denn wer jeden Tag ein bisschen was macht, schafft am Ende echt viel. Hat sich bei mir echt rentiert, ich kam entspannt und fleißig durch.

7. Arbeiten hilft!
Während des Studiums arbeiten klingt für manche echt hart. Viele Stunden für die Uni investieren und dann noch Geld verdienen, ist auch sicherlich manchmal fies. Aber das hat Vorteile: Zum einen ist es immer doof, sich fremdfinanzieren zu müssen, egal über die Eltern - was ja noch die harmlose Variante ist - oder einen Studienkredit. Jeder Job, den ihr habt und jede Stunde, die ihr arbeitet, bringt euch also finanziell auf den grünen Zweig. Das erleichtert das Gewissen und später auch euren Geldbeutel. Zum anderen bekommt ihr einen Blick über den Tellerrand, egal, wo ihr arbeitet. Ist der Job für euren späteren Berufsweg wichtig, sammelt ihr da sogar noch Pluspunkte und habt Einblick in ein neues Arbeitsfeld. Kellnert ihr einfach oder macht etwas ähnliches, kommt ihr auch mal raus, unter Menschen und lernt eine Arbeitsmöglichkeit kennen. Und das schadet nicht.

8. Ein eigener Arbeitsplatz!
Ohne Schreibtisch lernen oder tippen ist auf Dauer keine Lösung. Schafft euch einen eigenen (!) Schreibtisch an, an dem ihr euch zurückziehen und in Ruhe büffeln/schuften könnt.

9. Dozenten sind auch nur Menschen!
Sie machen Fehler und wollen einem (meistens) nichts Böses. Fragt also nach und sucht Kontakt, wenn ihr etwas wissen wollt. Denn Dozenten können einem mit ihrem Fachwissen echt weiter helfen. Und fast immer sind sie sogar nett.

10. Augen zu und genießen!
Die Studienzeit ist einmalig. So locker ist euer Leben danach nie wieder (höchstens im Urlaub). Deshalb genießt die Zeit in vollen Zügen, nehmt alles mit, was geht, damit ihr entspannt in eurer Berufsleben starten könnt!

Habt ihr noch Ideen, was ich vergessen haben könnte? Schreibt gerne Kommentare, egal ob hier oder auf Facebook. :-) 

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