Donnerstag, 9. Juni 2016

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... den Genderwahn!

Wir schreiben das Jahr 2016 und das ist gut so. Ich könnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, sehr viel früher geboren zu werden. Nicht in den 1950ern nach dem 2. Weltkrieg und erst Recht nicht davor. Der Grund: Die Behandlung der Frau. Emanzipation nahm nach den 50er-Jahren erst ihren Lauf und ein Leben ohne Emanzipation und Gleichberechtigung muss, entschuldigt die Formulierung, scheiße sein.

2016 also. Oberflächlich haben Frauen die gleichen Rechte wie Männer. Wir dürfen tun und lassen, was Männer auch tun und lassen. Wir können mit entsprechenden Ambitionen arbeiten, was wir wollen, und unser Liebesleben ist auch gesellschaftsfähig geworden. Theoretisch. Denn wenn man ein bisschen genauer hinschaut, ist manches davon eben nur teilweise wahr.

Man denke beispielsweise an die Bezahlung. Zu viele Frauen erhalten für dieselbe Arbeit, die ihre männlichen Kollegen leisten, ein geringeres Gehalt. Chefposten werden nach wie vor so oft männlich besetzt, dass eine Frauenquote eingeführt werden musste. Frauenprodukte sind oft identisch produziert, jedoch um einiges teurer. Und wenn sich eine Frau durch die Welt vögelt, wird sie mit großer Sicherheit als billig oder Schlampe tituliert. Emanzipation ja, aber mit Grenzen, könnte man sagen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass es Feministinnen gibt, Menschen, die für Frauenrechte kämpfen und dafür sorgen, dass in Zukunft tatsächlich Gleichberechtigung herrscht.

Paul-Georg Meister  / pixelio.de 

Aber diese Bewegung hat auch ein Manko: Man kann es, wie mit allem, übertreiben. Bewusst geworden ist mir das in der Uni, wo eine Dozentin gravierend wert darauf legt, männliche Subjektive anzupassen. In der Hausarbeit muss also stehen: Professor*in. Studierende oder alternativ StudentIn. Hausmeister/in. Egal, wie dämlich das manchmal klingt. Macht man das nicht, gibt es Notenabzug.

US-Sängerin Alicia Keys ruft die NoMake-Revolution aus. Frauen sollen einfach aufhören, Make-up zu tragen. Sie sind ja alle auch ohne schön. Klar! Stimmt! Nur was ist mit Frauen, die Schminke tragen, weil sie ihre Vorzüge betonen wollen? Die wissen, dass sie keins bräuchten, es aber wollen. Verständlich ist Keys Einstellung lediglich bei Frauen, die Make-up brauchen, weil sie sich sonst hässlich fühlen. Das ist nur längt nicht immer der Fall!
Denn: Ist es wirklich emanzipatorisch, wenn man sich komplett der Mannheit anpasst? Hat es nicht auch Vorteile, eine Frau zu sein? Beziehungsweise - ist es nicht sogar schade, wenn die Geschlechtereigenheiten völlig verloren gehen?

Aber das geht noch zu toppen. Es kam nämlich auch die Forderung zu einer geschlechtsneutralen Erziehung auf. Was erst einmal in Ordnung klingt, (denn, mal ehrlich, pink für Mädchen und blau für Jungs ist doch bescheuert) bedeutet, dass Kinder ohne Bewusstsein über ihr biologisches Geschlecht aufwachsen. Praktisch geschlechtsneutral. So solle weniger in Geschlechterrollen gedrängt werden. Nur könnte das doch zu viel mehr Problemen führen. Denn wenn ein Kind sich nicht genau zuordnen kann, wird es unter Umständen viel mehr Identitätszweifel entwickeln. Auf der anderen Seite kommt das natürlich auch transidenten Kindern zugute, die sich frei entwickeln können. Aber unnötig Kinder verunsichern, die ohnehin mit Identitätszweifeln zu kämpfen haben werden, ist Unsinn! Man kann eben mit allem übertreiben.

Mein Fazit zu dem Thema: Feminismus und natürlich generelle Gleichstellung beider Geschlechter ist sinnvoll und nötig. Aber so zu emanzipieren, dass sich die Männer am Ende benachteiligt fühlen oder alles zu gleichgestellt ist, ist Wahnsinn. Gender-Wahnsinn eben.

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