Dienstag, 20. Oktober 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... Ex-Freunde!

Ex-Freund/innen sind ein schwieriges Thema.
Also eigentlich ist es ein schönes Thema - bis vor den "Partner" ein "Ex-" rutscht. Und man sich fragen muss, wie es dann weiter geht.

Dabei gibt es dreieinhalb Varianten, die je nach Person funktionieren - oder eben nicht. Sie alle hab ich mindestens einmal schon erlebt.
Da ist zum Beispiel die Funkstille. Entweder ist irgendwas Gravierendes am Ende der Beziehung vorgefallen, was die Kontaktsperre rechtfertigt, oder einer der beiden kommt nicht über den anderen hinweg. Auch dann ist es sinnvoll, einfach mal nicht  miteinander zu reden/simsen/etc.
Dann gibt es die Co-Existenz. Beide leben ihr Leben weiter, sehen sich ab und zu, grüßen sich nett, aber das war's auch. Als hätte es die Beziehung nie gegeben.
Und schlussendlich kann man sich auch anfreunden. Schließlich war man sich während der Zeit zu zweit auch ziemlich nah und diese freundschaftliche Nähe zu verlieren, kann hart sein. (Wer während der Beziehung keine freundschaftliche Nähe hatte, der sollte die Beziehung mal überdenken - könnte sein, dass es nur eine Affäre war). Meistens braucht dieses "Anfreunden" auch vorher erst einmal eine Funkstille, sonst sind die verletzten Gefühle noch zu groß.

Und genau auf diesen letzten Punkt will ich in diesem Post hinaus, denn es gibt ein aktuelles Ereignis, das mich auf die Idee bringt, Ex-Freunde zum Thema zu machen. Angefangen hat das vor knapp zwei Wochen, als ich in einer Bar saß, auf Freunde wartete und mir langweilig war. Ich fing auf meinem Handy zu surfen an und stieß auf Facebook irgendwann auf meinen Ex-Freund. Warum auch immer - Langeweile? - sendete ich eine Freundschaftsanfrage hin. Nach knapp 4 Jahren Kontaktlosigkeit.
Dann wuchs zwei Wochen lang Gras drüber und ich vergaß das Ganze fast - bis ich heute Abend auf einmal eine Mail in meinem Outlook hatte. Von meinem Ex-Freund. Er sei irritiert über die Anfrage, aber wir sollen uns doch die Hände reichen. Und dann klärte er mich kurz über seine letzten vier Jahre auf. Spätestens jetzt bin ich irritiert. Nicht, weil da noch irgendwelche Gefühle im Spiel sind oder weil mich die Reaktion so überrascht.
Ich bin irritiert, weil es seltsam ist, wenn vier Jahre lang kein Kontakt bestand (die letzten Worte, die fielen, waren auch nicht gerade nett) und es dann auf einmal (aus Langeweile) so ist, als wäre das nicht so gewesen.

Jedenfalls hab ich mich entschieden, mal ganz belanglos zu antworten. Mehr Ziele hatte ich eigentlich auch nicht: Mal gucken, was aus ihm geworden ist. Das reicht ja auch.

Aber durch diese Mail wurde mir erstmal wieder bewusst, wie schwierig Ex-Freunde eigentlich sind. 
Beziehungsweise der "artgerechte" Umgang mit ihnen. ;-)

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