Sonntag, 10. Januar 2016

Diese Woche gehen meine 5 Minuten an... Vorsätze!

Manchmal handeln wir Menschen völlig irrational - obwohl wir es theoretisch besser wissen. Wir verkriechen uns nachts tief im Bett, weil wir Angst vor Geistern haben. Wir sind abergläubisch und - sorry, liebe Gläubigen - wir beten, obwohl wir nicht wissen, ob die Gebete je ankommen.

Ähnlich ist das mit Vorsätzen. Im Dezember ist man übermotiviert und plant, am 1. Januar sein Leben komplett zu ändern. Dumm nur, dass diese fiesen kleinen Motivationspusher spätestens nach einer Woche platzen und nur Frustration - und alter Lebensstil - übrig bleibt.

Ich meine, ist ja auch klar irgendwie. Warum sollte man, nur weil die Kalenderzählung neu beginnt, auf einmal alles auf links krempeln können? Vor allem wenn man es sonst im Jahr erst recht nicht schafft. Und wenn wir mal ehrlich sind: Die meisten fangen nicht im Kleinen an, sondern planen direkt, 10 Kilo abzunehmen, gesund zu leben, ein besseres Social Life zu entwickeln und ganz nebenbei das wunderbarste Kind für die Eltern zu werden. Bisschen unrealistisch, oder?

Dabei ist es tatsächlich clever, einen klaren Punkt zum Starten zu haben. Wer sich vornimmt, einfach so mitten im Jahr mit Sport zu beginnen, beginnt bestenfalls zu prokrastinieren. Deshalb bietet sich Silvester für einen Neustart tatsächlich an, weil man einen festen Startpunkt geboten bekommt.
Jetzt darf man nur nicht übertreiben. Sondern klein anfangen. Wer abnehmen will, kann das ruhig tun, nur eben nicht radikal mit Diät und Super-Workout. Sondern langsam, durch ein bisschen mehr Sport und schlicht mit weniger Essen.
Aber selbst das hilft manchmal nicht gegen die Gewohnheiten, die wir uns angeeignet haben.

Ich hab mir zwei Sachen überlegt, die vielleicht doch helfen: 
1. Wenn ihr euer Ziel wirklich durchziehen wollt und nur Angst davor habt, aus Bequemlichkeit zu versagen, plant euer Ziel fest im alten Jahr. Meldet euch im Dezember für einen Sportkurs an, der im Januar beginnt. Bucht einen Urlaub mit den besten Freunden. Nehmt euch einen Tag im Januar frei, um die Bude auszumisten. Nur wenn ihr die Motivation jetzt nutzt, tragt ihr euer Ziel mit ins neue Jahr.
2. Die App "Habitseed". Dort gebt ihr jeden Tag an, ob ihr eure Vorsätze durchgehalten habt. Schafft ihr es 21 Tage lang, wächst aus dem anfangs gepfla
nzten Samen ein toller Kirschblütenbaum. Ist zwar nur digital, aber es ist erstaunlich, wie sehr man sich selbst enttäuschen kann, wenn man sein Versagen auch noch vorgehalten bekommt. Ist für 0,99 € bei iOS und im PlayStore erhältlich.

Ich muss sagen, dass mir beides momentan hilft. Verrückterweise habe ich mir auch zwei Dinge vorgenommen, aber es sieht dank der beiden Tipps echt gut aus.

Robert Eichinger  / pixelio.de

Viel Glück euch, dass auch ihr es zumindest über den Januar hinaus schafft. 

PS: Wer drei Wochen lang etwas durchzieht (oder lässt) entwickelt eine Gewöhnung. Nach drei Wochen sollte euch das alles also sehr viel leichter fallen ;-)

1 Kommentar:

  1. Thematisch passend und wesentlich verspielter als Habitseed ist Habitica https://habitica.com/
    Dort liegt der Ansatz klar im Bereich der Gamification des Alltags inklusive dem sozialen Aspekt (Kontrolle und Ermunterung durch andere).

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