Donnerstag, 1. Oktober 2015

Sugar Sugar? - Mein Experiment

Momentan poppen Ernährungstrends aus dem Boden wie Unkraut. Jeder probiert was Neues aus, sei es Low Carb, die Dukan-Methode, der Kohlsuppen-Quatsch oder das alt bekannte FdH.  Es gibt einfach viel zu viel. Dabei geht es der Masse momentan gar nicht ums Abnehmen, sondern ums "gut fühlen", also eine gesunde Ernährung. Zumindest vordergründig. Denn würde es darum gehen, käme man gar nicht auf den Gedanken, sich Ernährungstrends auszudenken, sondern sich einfach gesund ernähren. Wenn man ein bisschen drüber nachdenkt und Disziplin hat, läuft das schon.
Nein, irgendwie geht es doch um den Trend.




Jedenfalls genau das hab ich mir vorgenommen: Gesündere Ernährung, ohne Trend-Quatsch. Mein erster Schritt in die gesunde Richtung hab ich schon vor drei Jahren gemacht, indem ich Vegetarier wurde, jetzt kommt der nächste (vorübergehende): 4 Wochen zuckerfrei. Also jede Art künstlichen Zuckers wird vermieden, Obst darf weiterhin gegessen werden.

Inspiriert hat mich eine Freundin, der Anonymität halber nenn ich sie jetzt mal Jenny. Sie darf von Klein auf nur sehr, sehr wenig Zucker essen, denn sie hat eine Zuckerunverträglichkeit. Das heißt: Kein Nutella, wenig Obst, sehr wenig Alkohol.
Aber sie ist fit, schlank und total energiegeladen.

Das wollte ich auch.

So weit zu meinen ersten Überlegungen. Nur kam damit auch die Angst: Was passiert, wenn man keinen Zucker mehr isst? Durchleidet man dann wirklich einen Entzug?

Mittlerweile ist mein fünfter zuckerfreier Tag angebrochen (mit kleinsten Ausnahmen wie Joghurt, weil der sonst im Kühlschrank einfach schlecht geworden wäre).

Und dabei stell ich drei Dinge fest:

1. Ja, man spürt einen Entzug und das schon nach dem ersetn Tag. Der Kreislauf arbeitet schlechter und man will irgendwann einfach ganz dringend einen Zuckerwürfel naschen, übertrieben gesagt. Aber langsam legt sich das und man gewöhnt sich dran.

2. Zuhause ist zuckerfrei leben gar nicht so schwer. Ich muss nur immer wieder Disziplin beweisen, vor allem wenn mein Freund mit der Kokosmakrone in der Hand durch die Wohnung läuft. Aber wenn ich mich genügend mit Obst versorge und ab und zu mal Agavendicksaft statt Zucker verwende, passt das schon.

3. Wenn ich woanders bin, wird's schon schwieriger. Ich war die Woche bei einem Brunch und gerade bei Brotbelag oder Müsli ist zuckerfrei echt hart. Keine Marmelade, kein Nutella, keine Cornflakes. Nix. Selbst beim Döner-Laden ist in der Knobi-Soße Zucker enthalten. Man muss also, wenn man essen geht, tierisch aufpassen.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie die restlichen dreieinhalb Wochen weitergehen. Ich hoffe ja, dass es mir gut tut und ich am Ende auch weiterhin auf Zucker verzichten kann. Zumindest halbwegs.

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